„Epiloge“ Kunstprojekt

Aktuelle Werkreihe:

„Epiloge vom Bierdeckelrand der Gesellschaft“

IMG_1627

Das Kunstprojekt entstand ab Herbst/Winter 2020/21 zu Zeiten der Corona-Pandemie, während der sämtliches kulturelles und gastronomisches Leben brach lag bzw. noch liegt. Tine Wittler verarbeitet(e) den Stillstand dieser Zeit, indem sie im schlagartig so stillen Gastraum ihrer wendländischen Dorfkneipe Collagen schuf, die den Betrachter und sie selbst an nunmehr so fern scheinende lange, gesellige Abende erinnern.

Nicht nur das Konzept „Kneipe“, auch das Wort selbst mutet zwischenzeitlich wie aus der Zeit gefallen an. Es teilt damit das Schicksal zahlreicher anderer Begriffe der deutschen Sprache, die vom Aussterben bedroht scheinen. Tine Wittlers Collagen laden dazu ein, eines dieser Worte zu „adoptieren“ und so vor dem Verschwinden aus dem Sprachgebrauch zu retten. Gleichsam regt die Werkreihe die Fantasie an, denn die hierin verarbeiteten Bierdeckel sind dem „echten“ Kneipenleben vor dem Lockdown entnommen. Und so stellen sich dem Betrachter gleich mehrere Fragen: Welche Geschichte mag jener Abend haben, von dem genau dieser Bierdeckel zeugt? Wer waren seine „Urheber“, worüber mögen sie an diesem Abend gesprochen haben? Ob in ihrem Gespräch wohl das „vom Aussterben bedrohte Wort“ vorkam? Und: Wie kann ich dazu beitragen, das mir anvertraute Wort vor dem Verschwinden zu bewahren?

Zur Künstlerin: Tine Wittler, geb. 1973, lebt freischaffend im Wendland und wechselt als „Schweizer Taschenmesser der norddeutschen Kleinkunstszene“ (NDR Kultur) ständig und mit voller Absicht Genres und Ausdrucksformen, um der zunehmenden Schubladisierung einer „durchformatierten“ Welt gezielt ein Schnippchen zu schlagen. Ihre vielseitigen Werke und Veröffentlichungen beinhalten bis heute u.a. mehrere Romane und Bühnenprogramme, einen Lyrikband, ein Reisetagebuch, ein Chansonalbum und einen Dokumentarfilm, der das „Prädikat: Wertvoll“ trägt. Nach der Werkreihe „Analogia“ ist „Epiloge vom Bierdeckelrand der Gesellschaft“ ihr zweites Projekt der bildenden Kunst. Die Serie, die fortlaufend erweitert wird, besteht ausschließlich aus nummerierten Unikaten (26 x 26 x 5 cm). Die Chansons, deren Notenblätter den Hintergrund der jeweiligen Collage bilden, entstammen ihrem 2016 veröffentlichten Album „LOKALRUNDE – Tresenlieder schlückchenweise“ (Label: Künstlerhaften | Vertrieb: edel:kultur | in Zusammenarbeit mit Greg Baker, Piano).

Die Reinerlöse aus dem Verkauf der Werke kommen dem Verein „Kulturbar Wendland e.V.“ zugute. Das Mindestgebot beträgt 50,- € pro Exemplar zzgl. Versand. Auch ideal zum Verschenken!

Für Ihr persönliches Exemplar der Werkreihe bitten wir um Kontaktaufnahme via e-mail.